Residencies
Künstler:innen zu Gast in Trahütten
Seit 2021 lädt die kulturfrische Trahütten gemeinsam mit der Absteige zur bärtigen Therese Künstler:innen ins Bergdorf ein. Schon Alexander Kortschak begann um 1900 mit der Tradition Künstler:innen zur Sommerfrische zu laden. 2026 wird es 3 ausgeschriebene Residencies in den Sparten Bildende Kunst, Musik und Literatur geben. Daneben ist es auch möglich sich individuelle Residencies in der Absteige zur bärtigen Therese auszumachen. Die Residencies werden vom Land Steiermark, der Gemeinde Deutschlandsberg und dem Bund / BMWKKMS gefördert.



KLANGFRISCHE RESIDENCY
Kuratiert von Natascha Muhic
Mit der neuen Reihe Klangfrische Residency öffnet die Absteige zur bärtigen Therese 2026 ihre Türen für drei ausgewählte Musiker:innen und Komponist:innen, die in der besonderen Atmosphäre von Trahütten künstlerisch forschen, entwickeln und sich vernetzen. Kuratiert wird die Residency von Natascha Muhic – einer profilierten Künstlerin, Filmemacherin, Kuratorin und Kulturarbeiterin, die für ihre feinsinnige, interdisziplinäre Arbeit an den Schnittstellen von zeitgenössischer Musik, Film, Performance und queer-feministischen Perspektiven bekannt ist.
Ein zentrales Element ihrer kuratorischen Praxis ist der von ihr entwickelte Vinylograph – ein poetisch-analoger Zugang zum Hören und Sichtbarmachen von Klang. Dabei wird Klang nicht nur als akustisches Ereignis verstanden, sondern als Spur, als Einschreibung in Material und Zeit. Der Vinylograph verbindet Aufnahme, grafische Übersetzung und physische Manifestation: Klänge werden in visuelle Formen übertragen, verdichtet und als eigenständige künstlerische Arbeiten erfahrbar gemacht. Zwischen Partitur, Objekt und Erinnerung entsteht so ein Archiv des Moments – fragil, sinnlich und zutiefst persönlich.
Im Rahmen der Residency wird diese Praxis weitergeführt und kollektiv erforscht: Die eingeladenen Künstler:innen entwickeln gemeinsam eine Tonbild-Postkarte – ein hybrides Format zwischen Field Recording, Komposition und visueller Geste. Diese Postkarte ist zugleich Dokument und Kunstwerk: Sie hält die spezifische Atmosphäre von Trahütten fest, übersetzt Ort, Begegnung und Zeit in Klang und Bild und macht sie versendbar, teilbar, weitertragbar.
Eingebettet ist die Residency in die kulturfrische Trahütten – eine lebendige Initiative, die den Ort als zeitgenössischen Kulturraum neu denkt. Zwischen alpiner Weite, konzentrierter Arbeitsatmosphäre und kollektiver Praxis entstehen hier Begegnungen, die über klassische Produktionslogiken hinausgehen.
Die Absteige zur bärtigen Therese fungiert dabei als queerer Kulturort, der seit Jahren für Haltung, Gastfreundschaft und künstlerische Vielfalt steht. Hier treffen Raum auf Diskurs, Performance auf Gemeinschaft – und Kunst auf gelebte Solidarität.
Die Klangfrische Residency wird gefördert vom BUND / BMWKKMS / Land Steiermark / Gemeinde Deutschlandsberg


KUNSTFRISCHE 2026
Residency für queere Künstler:innen
26.07. – 02.08.2026
Auch in diesem Jahr vergibt die Kulturfrische 7 Residency Plätze für queere Künstler:innen. Es wird für den Aufenthalt eine Wohnmöglichkeit, Verpflegung, Reisekosten und ein Atelier zur Verfügung gestellt.
THEMA: RESILIENZ
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Krisen, Widerstände oder Veränderungen nicht nur zu überstehen, sondern sie in einen Prozess des Lernens und Wachsens zu verwandeln. Im Kontext künstlerischer Praktiken und des Lebens am Land erhält dieser Begriff eine besondere Bedeutung: Beide Bereiche sind geprägt von Unsicherheiten, von Abhängigkeiten gegenüber äußeren Faktoren – und zugleich von der Möglichkeit, diese Bedingungen kreativ zu transformieren.
Für Künstler:innen bedeutet Resilienz, trotz ökonomischer Unsicherheiten, schwankender Sichtbarkeit oder gesellschaftlicher Umbrüche eine kontinuierliche Praxis aufrechtzuerhalten. Oft geht es darum, neue Wege der Produktion, der Kooperation und der Präsentation zu finden. Resilienz zeigt sich hier als ein offenes, experimentelles Handeln, das Einschränkungen nicht nur hinnimmt, sondern als Impuls für neue Ausdrucksformen versteht.
Das Leben am Land ist ebenso von äußeren Einflüssen geprägt: Wetterlagen, strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft, Abwanderung oder infrastrukturelle Lücken erfordern ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Resilienz bedeutet hier, Gemeinschaftsformen zu pflegen, Ressourcen kreativ zu nutzen und im Einklang mit natürlichen Zyklen zu agieren. Gerade die Nähe zu Natur und Jahreszeiten fordert immer wieder Flexibilität, Ausdauer und die Fähigkeit, das Unvorhersehbare produktiv einzubinden.
Wo sich künstlerische Praxis und das Leben am Land überschneiden, entsteht ein besonderer Resonanzraum für Resilienz: Künstler:innen, die in ländlichen Kontexten arbeiten, verknüpfen kreative Strategien mit den Lebensrealitäten vor Ort. Sie entwickeln Projekte, die ökologische Fragen aufgreifen, soziale Bindungen stärken oder neue Perspektiven auf vermeintlich „periphere“ Räume eröffnen. In dieser Verbindung zeigt sich Resilienz nicht als bloßes Durchhalten, sondern als schöpferische Kraft, die Wandel ermöglicht und Gemeinschaften inspiriert.
7 Künstler:innen können während ihres einwöchigen Aufenthaltes in Trahütten ihre eigene künstlerische Praxis in Bezug zum Thema bringen. Das Format soll den Austausch zwischen den Künstler:innen fördern. Auch der öffentliche Raum, die Umgebung Trahüttens, wie Wanderwege und öffentliche Plätze können in der Arbeit bedacht werden.
Bewerbung:
Queere Künstler:innen können sich mit einem kleinen Portfolio / links zu ihren Arbeiten hier bewerben:
info@kulturfrische.at
DEADLINE: 01.Mai.2026


QUEER WRITERS RESIDENCY
16.10. – 26.10.2026
Die Kulturfrische vergibt 3 Residency Plätze für queere Schriftsteller:innen.
Während des zehntägigen Aufenthaltes in Trahütten können die Teilnehmer:innen ihrer eigenen schriftstellerischen Praxis nachgehen, sich mit dem Jahresthema Resilienz befassen und sich über ihre Arbeitsweisen austauschen.
THEMA: RESILIENZ
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Krisen, Widerstände oder Veränderungen nicht nur zu überstehen, sondern sie in einen Prozess des Lernens und Wachsens zu verwandeln. Im Kontext künstlerischer Praktiken und des Lebens am Land erhält dieser Begriff eine besondere Bedeutung: Beide Bereiche sind geprägt von Unsicherheiten, von Abhängigkeiten gegenüber äußeren Faktoren – und zugleich von der Möglichkeit, diese Bedingungen kreativ zu transformieren.
Für Künstler:innen bedeutet Resilienz, trotz ökonomischer Unsicherheiten, schwankender Sichtbarkeit oder gesellschaftlicher Umbrüche eine kontinuierliche Praxis aufrechtzuerhalten. Oft geht es darum, neue Wege der Produktion, der Kooperation und der Präsentation zu finden. Resilienz zeigt sich hier als ein offenes, experimentelles Handeln, das Einschränkungen nicht nur hinnimmt, sondern als Impuls für neue Ausdrucksformen versteht.
Das Leben am Land ist ebenso von äußeren Einflüssen geprägt: Wetterlagen, strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft, Abwanderung oder infrastrukturelle Lücken erfordern ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Resilienz bedeutet hier, Gemeinschaftsformen zu pflegen, Ressourcen kreativ zu nutzen und im Einklang mit natürlichen Zyklen zu agieren. Gerade die Nähe zu Natur und Jahreszeiten fordert immer wieder Flexibilität, Ausdauer und die Fähigkeit, das Unvorhersehbare produktiv einzubinden.
Wo sich künstlerische Praxis und das Leben am Land überschneiden, entsteht ein besonderer Resonanzraum für Resilienz: Künstler:innen, die in ländlichen Kontexten arbeiten, verknüpfen kreative Strategien mit den Lebensrealitäten vor Ort. Sie entwickeln Projekte, die ökologische Fragen aufgreifen, soziale Bindungen stärken oder neue Perspektiven auf vermeintlich „periphere“ Räume eröffnen. In dieser Verbindung zeigt sich Resilienz nicht als bloßes Durchhalten, sondern als schöpferische Kraft, die Wandel ermöglicht und Gemeinschaften inspiriert.
Am Montag, den 26.10.2026 sind die Schriftsteller:innen eingeladen, im Rahmen der Queer Autumn Week eine kleine öffentliche Lesung / Werkgespräch zu geben und mit dem Publikum in Dialog zu treten.
Es wird für den Aufenthalt Reisekosten, ein Hotelzimmer und Verpflegung zur Verfügung gestellt.
Bewerbungen für die Residency bitte an:
info@kulturfrische.at / Deadline: 01.07.2026
Die queer writers residency wird gefördert vom:
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Land Steiermark und der Gemeinde Deutschlandsberg
*Die ganze Vielfalt der LGBTQIA+ Community ist bei der QUEER WRITERS RESIDENCY herzlich willkommen sich zu bewerben.
Das Jahresprogramm der kulturfrische Trahütten, einschließlich der Künstler:innen Residenzen wird unterstützt von: BMWKKMS, Kulturabteilung des Bundes / Kulturabteilung Land Steiermark / Gemeinde Deutschlandsberg / Absteige zur bärtigen Therese / SelfSightSeeing Company
Organisation:
kulturfrische | Itshe Petz und Io Tondolo.





